Werkstattsoftware im Vergleich
Diese Seite gehört einem Anbieter – dem Werkstattsystem. Deshalb steht hier nicht, wer „die beste" Werkstattsoftware hat, sondern woran Du die Programme auseinanderhältst und an welcher Stelle wir selbst nicht die richtige Wahl sind.
Die meisten Vergleiche im Netz zählen Funktionslisten auf. In der Praxis entscheiden fünf Fragen, und drei davon merkst Du erst, wenn der Vertrag läuft.
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Die fünf Fragen, die es wirklich entscheiden
Zahlst Du je Betrieb oder je Arbeitsplatz?
Das ist der Unterschied, der über Jahre am meisten ausmacht. Bei Abrechnung je Arbeitsplatz kostet jeder Monteur, der mitschreiben soll, extra – und bestraft damit genau das Wachstum, für das Du die Software anschaffst. Rechne nicht den Einstiegspreis, sondern den Preis bei der Mannschaft, die Du in drei Jahren hast.
Ist die E-Rechnung enthalten oder ein Modul?
Seit dem 01.01.2025 muss jeder inländische Betrieb E-Rechnungen empfangen können; die Pflicht zum Ausstellen kommt gestaffelt nach. XRechnung und ZUGFeRD sind damit keine Kür mehr. Prüfe, ob beides im Tarif steckt oder als Zusatzmodul berechnet wird – eine gesetzliche Pflicht als Aufpreis zu verkaufen, ist verbreitet und trotzdem keine Leistung.
Bringt die Software Kunden oder verwaltet sie nur?
Fast jede Werkstattsoftware kann Aufträge und Rechnungen. Die Frage ist, was vor dem Auftrag passiert: eigene Website, Online-Terminbuchung, Erinnerungen. Wer das getrennt einkauft, zahlt es getrennt – und pflegt zwei Systeme, die nichts voneinander wissen.
Cloud oder eigener Server – und wo stehen die Daten?
Ein eigener Server heißt eigene Sicherung, eigene Updates und ein Rechner, der laufen muss, wenn Du samstags eine Rechnung brauchst. Cloud heißt laufende Kosten und Vertrauen in den Anbieter. Beides ist vertretbar; unvertretbar ist, die Frage erst nach dem Kauf zu stellen. Frage nach dem Standort der Server und nach dem Auftragsverarbeitungsvertrag.
Wie kommst Du wieder heraus?
Der Umstieg hinein wird beworben, der Umstieg hinaus selten. Lass Dir zeigen, in welchem Format Du Kunden, Fahrzeuge und Rechnungen exportierst und wie lange Du nach der Kündigung noch herankommst. Die GoBD verlangen zehn Jahre Aufbewahrung – die schuldest Du dem Finanzamt, nicht Deinem Softwareanbieter.
Drei Bauarten, drei Rechnungen
Werkstattsoftware in Deutschland kommt in drei Bauarten. Die Namen unterscheiden sich, die Rechnung dahinter ist erstaunlich gut vorhersagbar.
| Kriterium | Das Werkstattsystem | Lizenz-Suite | Cloud-Komplettlösung |
|---|---|---|---|
| Preis | Monatlich, fester Preis je Betrieb | Einmalige Lizenz plus Wartung, oft je Arbeitsplatz | Monatlich, meist je Nutzer gestaffelt |
| Weiterer Mitarbeiter | Im Tarif enthalten | Zusätzliche Lizenz | Zusätzlicher Nutzerpreis |
| Website & Online-Termin | Enthalten, mit Kundenportal | In der Regel nicht enthalten | Teils als Zusatzmodul |
| E-Rechnung | Enthalten, XRechnung und ZUGFeRD | Je nach Version, teils Update nötig | Meist enthalten, teils Modul |
| Betrieb | Deutsche Rechenzentren, im Browser | Eigener Server im Betrieb | Beim Anbieter |
Die Spalten beschreiben Bauarten, keine bestimmten Produkte. Konkrete Anbieter stehen weiter unten – dort jeweils mit ihrem Abrechnungsmodell und bewusst ohne Preis: fremde Tarife ändern sich, und eine veraltete Zahl im Vergleich ist schlechter als keine.
Die konkreten Vergleiche
Für die Programme, die uns in Gesprächen am häufigsten begegnen, gibt es je eine eigene Seite – mit Abrechnungsmodell, Arbeitsplatz-Frage und dem, was beim Umstieg wirklich zu tun ist. Ohne fremde Preise, und mit den Stellen, an denen der andere Anbieter etwas kann, das wir nicht haben.
- Werbas Alternative — Suite mit mehreren Produktlinien
- Loco-Soft Alternative — DMS für Autohäuser
- DRÄGERWARE Alternative — Klassische Lizenzsoftware
- CATAMA Alternative — Cloud-Komplettlösung
- easyWerkstatt Alternative — Cloud-Software für kleine Betriebe
- SmartWerkstatt Alternative — Cloud-Komplettlösung mit Kasse
Wo das Werkstattsystem nicht passt
Drei Fälle, in denen Du woanders besser bedient bist. Sie stehen hier, weil eine Vergleichsseite ohne sie nur eine Werbeseite mit Tabelle wäre.
Du brauchst eine Kasse mit TSE
Wir haben keine. Wer Bargeld über eine elektronische Kasse abrechnet, braucht eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung – das ist ein zertifizierungspflichtiges Produkt, kein Feature, das man nebenbei mitliefert. Unsere Rechnungen kennen deshalb bewusst keine Zahlart „bar". Rechnest Du bar über eine Kasse ab, nimm eine Lösung mit TSE.
Du bist markengebunden mit Herstellervorgaben
Vertragswerkstätten müssen Daten an Systeme des Herstellers liefern und arbeiten oft mit vorgeschriebenen Dealer-Management-Systemen. Dafür sind wir nicht gebaut. Das Werkstattsystem ist für freie Betriebe.
Du willst alles auf dem eigenen Server
Es gibt uns nur als Cloud. Wenn eine Installation im eigenen Haus für Dich gesetzt ist – aus Überzeugung oder weil die IT es vorgibt –, ist eine Lizenz-Suite die passendere Bauart.
Häufige Fragen zum Vergleich
Was kostet Werkstattsoftware im Schnitt?
Die Spanne im deutschen Markt reicht von rund 20 Euro im Monat für einen einzelnen Arbeitsplatz bis zu mehreren hundert Euro für Suiten mit Warenwirtschaft und mehreren Lizenzen. Die Zahl allein sagt wenig: entscheidend ist, ob je Betrieb oder je Arbeitsplatz gerechnet wird und was an Pflichtthemen wie E-Rechnung noch dazukommt.
Brauche ich als kleine Werkstatt überhaupt eine Software?
Für die Rechnung ja, sobald Du sie nachvollziehbar und GoBD-gerecht ablegen willst – Papier und Tabellenkalkulation erfüllen die Unveränderbarkeit nicht. Für Planung und Lager hängt es an der Größe. Ein Ein-Mann-Betrieb kommt ohne Bühnenplanung aus, ohne saubere Rechnung nicht.
Wie lange dauert ein Umstieg?
Der technische Teil ist an einem Tag erledigt, wenn Kunden- und Fahrzeugdaten als CSV vorliegen. Was länger dauert, ist die Gewöhnung: rechne mit zwei bis vier Wochen, bis alle im Betrieb das neue System schneller bedienen als das alte. Beginne mit dem laufenden Monat und lass die Historie im Altsystem, statt zehn Jahre migrieren zu wollen.
Ist eine Software „GoBD-zertifiziert"?
Nein, so etwas gibt es nicht. Die GoBD sind Verwaltungsvorschriften über Verfahren, und die Finanzverwaltung erteilt für Software ausdrücklich keine Testate. Wer mit „GoBD-zertifiziert" wirbt, verspricht etwas, das niemand vergeben kann. Sinnvoll fragen kannst Du nach Unveränderbarkeit, Protokollierung, Nummernkreisen und einer Verfahrensdokumentation.
Vergleich zu Ende? Dann sieh Dir an, wofür das hier steht.
Ein Preis je Betrieb, Website und Online-Termin im Tarif, GoBD-Rechnung samt XRechnung im Standard.