Stundenverrechnungssatz berechnen
Der Stundenverrechnungssatz ist die Zahl, an der jede Kalkulation hängt: Er entscheidet, ob eine Arbeitsstunde Gewinn bringt oder Substanz kostet. Trag deine Zahlen ein – gerechnet wird sofort, im Browser, ohne dass etwas gesendet wird.
Produktive Stunden
Kosten pro Jahr
Ergebnis
Produktive Stunden im Jahr
–
Kostendeckender Satz
–
Verrechnungssatz netto
–
–
Trag deine Zahlen ein.
Übernimmt den Satz in deine Werkstatt-Einstellungen. Dort rechnet Werkstattsystem erfasste Zeiten direkt in Rechnungspositionen um.
Wie gerechnet wird
Der Rechner geht den Weg, den auch eine betriebswirtschaftliche Auswertung geht, in drei Schritten.
- Produktive Stunden. Von den Arbeitstagen des Jahres gehen Feiertage, Urlaub und Krankheit ab; was bleibt, ist die Anwesenheit. Davon ist nur ein Teil verrechenbar – Rüsten, Einkauf, Reinigung, Schulung und Wartezeit sind Arbeit, aber keine Arbeitswerte. Dieser Anteil ist der Produktivitätsgrad, und er liegt in freien Werkstätten typischerweise zwischen 70 und 85 Prozent.
- Kosten. Personalkosten sind Bruttolohn plus Arbeitgeberanteil und Sonderzahlungen – im Rechner als Zuschlag abgebildet. Dazu kommen die Gemeinkosten des Betriebs, die unabhängig davon anfallen, ob eine Hebebühne belegt ist.
- Zuschlag. Der kostendeckende Satz hält den Betrieb bei null. Gewinn und Wagnis müssen darauf, sonst finanziert kein Jahr die Investition des nächsten.
Woran der Satz meistens scheitert
Fast nie an der Formel. Drei Stellen erzeugen die weit überwiegende Zahl der zu niedrigen Sätze:
- Der Produktivitätsgrad wird zu hoch angesetzt. Wer mit 95 Prozent rechnet, rechnet mit einem Mitarbeiter, der nie eine Pause macht und nie auf ein Teil wartet. Jeder Prozentpunkt zu viel senkt den Satz und wird über das Jahr zum Verlust.
- Die Gemeinkosten sind unvollständig. Miete und Strom fallen jedem ein. Werkzeugverschleiß, Diagnosetechnik-Abos, Fortbildung, Berufsgenossenschaft, Entsorgung, Softwarelizenzen und die Abschreibung auf die Hebebühne fallen selten alle ein.
- Der Gewinnzuschlag fehlt ganz. Ein kostendeckender Satz ist kein Preis, er ist die Untergrenze.
Das Ergebnis ist eine Kalkulationsgrundlage, keine Preisempfehlung. Was du am Markt durchsetzen kannst, hängt an Standort, Spezialisierung und Auslastung – die Rechnung sagt dir nur, ab wo es sich lohnt.
Weiter geht es dort, wo aus dem Satz Geld wird: Die Faktura rechnet erfasste Zeiten mit diesem Satz in Rechnungspositionen um, und wie sie beim Kunden ankommen, entscheidet die E-Rechnung.