Stundenverrechnungssatz berechnen
Der Stundenverrechnungssatz ist die Zahl, an der jede Kalkulation hängt: Er entscheidet, ob eine Arbeitsstunde Gewinn bringt oder Substanz kostet. Trag deine Zahlen ein – gerechnet wird sofort, im Browser, ohne dass etwas gesendet wird.
Produktive Stunden
Kosten pro Jahr
Gewinn und Wagnis
Ergebnis
DeutschlandVerrechnungssatz netto
–
–
- Produktive Stunden im Jahr
- –
- Kostendeckender Satz
- –
- Gewinn- und Wagniszuschlag
- –
Trag deine Zahlen ein.
Übernimmt den Satz in deine Werkstatt-Einstellungen. Dort rechnet Werkstattsystem erfasste Zeiten direkt in Rechnungspositionen um.
Wie gerechnet wird
Der Rechner geht den Weg, den auch eine betriebswirtschaftliche Auswertung geht, in drei Schritten.
- Produktive Stunden. Von den Arbeitstagen des Jahres gehen Feiertage, Urlaub und Krankheit ab; was bleibt, ist die Anwesenheit. Davon ist nur ein Teil verrechenbar – Rüsten, Einkauf, Reinigung, Schulung und Wartezeit sind Arbeit, aber keine Arbeitswerte. Dieser Anteil ist der Produktivitätsgrad. Er liegt in freien Werkstätten typischerweise zwischen 70 und 85 Prozent.
- Kosten. Personalkosten sind Bruttolohn plus Arbeitgeberanteil und Sonderzahlungen – im Rechner als Zuschlag abgebildet. Dazu kommen die Gemeinkosten des Betriebs, die unabhängig davon anfallen, ob eine Hebebühne belegt ist.
- Zuschlag. Der kostendeckende Satz hält den Betrieb bei null. Gewinn und Wagnis müssen darauf, sonst finanziert kein Jahr die Investition des nächsten.
Beispielrechnung: Stundenverrechnungssatz einer kleinen Werkstatt
Nimm die Werkstatt, mit der der Rechner oben startet: 3 produktive Mitarbeitende, gerechnet mit den Startwerten des voreingestellten Landes (Deutschland). Diese Werte stammen aus veröffentlichten Länderdaten und sind ein Ausgangspunkt, keine Vorgabe. Die drei Schritte hier sind derselbe Weg, den der Rechner geht, nur mit den Zahlen zum Mitlesen.
- Produktive Stunden. Von 261 Arbeitstagen im Jahr gehen 9 Feiertage, 30 Urlaubstage und 10 Krankheitstage ab: 212 Anwesenheitstage. Mal 7,7 Stunden am Tag sind das 1.632,4 Anwesenheitsstunden je Kopf. Verrechenbar ist davon der Produktivitätsgrad von 74 Prozent, und die Werkstatt hat 3 produktive Mitarbeitende – bleiben 3.623,9 produktive Stunden im Jahr.
- Kosten. 3.400 € brutto im Monat sind 40.800 € im Jahr; mit 21 Prozent Lohnnebenkosten kostet ein Kopf 49.368 €, alle 3 zusammen 148.104 €. Dazu kommen 72.000 € Gemeinkosten – zusammen 220.104 €. Geteilt durch die 3.623,9 produktiven Stunden ergibt das 60,74 € je Stunde: den kostendeckenden Satz.
- Zuschlag. Kostendeckend heißt: der Betrieb kommt bei null heraus. 12 Prozent für Gewinn und Wagnis machen aus 220.104 € Kosten ein Jahresziel von 246.516 €; auf dieselben 3.623,9 Stunden verteilt sind das 68,02 € netto je Stunde. Die Umsatzsteuer kommt erst auf der Rechnung dazu – in die Kalkulation gehört sie nicht.
Die empfindlichste Stelle ist der Produktivitätsgrad, weil er im Nenner steht. Rechne dieselbe Werkstatt mit 84 statt 74 Prozent, und der kostendeckende Satz fällt von 60,74 € auf 53,51 € – kein Cent an Kosten ist verschwunden, nur eine Annahme ist optimistischer geworden. Genau so entstehen Sätze, die im Januar plausibel aussehen und im Dezember im Ergebnis fehlen.
Woran der Satz meistens scheitert
Fast nie an der Formel. Drei Stellen erzeugen die weit überwiegende Zahl der zu niedrigen Sätze:
- Der Produktivitätsgrad wird zu hoch angesetzt. Wer mit 95 Prozent rechnet, rechnet mit einer Person, die nie eine Pause macht und nie auf ein Teil wartet. Jeder Prozentpunkt zu viel senkt den Satz und wird über das Jahr zum Verlust.
- Die Gemeinkosten sind unvollständig. Miete und Strom fallen jedem ein. Werkzeugverschleiß, Diagnosetechnik-Abos, Fortbildung, Berufsgenossenschaft, Entsorgung, Softwarelizenzen und die Abschreibung auf die Hebebühne fallen selten alle ein.
- Der Gewinnzuschlag fehlt ganz. Ein kostendeckender Satz ist kein Preis, er ist die Untergrenze.
Den Satz verstehen, nicht nur ausrechnen
Der Rechner oben liefert eine Zahl. Ob sie trägt, entscheidet sich an den Werten, die du eingibst – und die stehen alle in deinen eigenen Unterlagen, nicht in einer Faustformel. Die folgenden Abschnitte gehen sie der Reihe nach durch: woher die produktiven Stunden kommen, was eine Arbeitskraft wirklich kostet, was in die Gemeinkosten gehört, warum Kostendeckung noch kein Preis ist – und was du mit dem Ergebnis machst, wenn es dich überrascht.
Produktive Stunden: von der Anwesenheit zur verrechenbaren Stunde
Die Rechnung beginnt nicht bei den Stunden, die du bezahlst, sondern bei denen, die du berechnen kannst. Vom Kalenderjahr gehen zuerst Wochenenden und Feiertage ab, dann Urlaub, Krankheit und Fortbildungstage. Übrig bleibt die Anwesenheit – und die ist noch nicht verrechenbar.
Zwischen Anwesenheit und Rechnungszeile liegt alles, was ein Werkstatttag zusätzlich verlangt: Auftragsannahme, Teile bestellen und abholen, Fahrzeuge umsetzen, Rüsten und Aufräumen, Nacharbeit auf eigene Kosten, Warten auf eine Freigabe. Dieser Anteil ist der Produktivitätsgrad, und du musst ihn nicht schätzen: Teile die im letzten Jahr verrechneten Stunden durch die bezahlten Anwesenheitsstunden deiner produktiven Mitarbeitenden. Deine Zeiterfassung kennt beide Zahlen.
Rechenbeispiel mit runden Zahlen, keine Branchenwerte: Bleiben nach Urlaub und Krankheit 1.600 Anwesenheitsstunden und sind davon drei Viertel verrechenbar, kalkulierst du mit 1.200 Stunden – nicht mit 1.600. Der Unterschied schlägt voll auf den Satz durch, weil er im Nenner steht.
Lohn und Lohnnebenkosten: was eine Facharbeiterstunde wirklich kostet
Der Bruttolohn ist der kleinere Teil dessen, was eine Stunde Facharbeit kostet. Dazu kommen der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, die Umlagen, der Beitrag zur Berufsgenossenschaft nach Gefahrklasse und alles, was du freiwillig oder tariflich zahlst: Urlaubs- und Weihnachtsgeld, betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen, Zuschläge, Arbeitskleidung, Fahrtkostenzuschuss.
Im Rechner steckt das alles im Zuschlag auf den Bruttolohn. Der voreingestellte Wert ist ein Startwert für dein Land; deinen eigenen bekommst du aus dem Lohnjournal, indem du den gesamten Arbeitgeberaufwand eines Jahres durch die Bruttolohnsumme desselben Jahres teilst.
Wichtiger als die Nachkommastelle ist, wen du überhaupt mitzählst. In diese Rechnung gehören nur die produktiven Mitarbeitenden – die, deren Stunden oben im Nenner stehen. Serviceberatung, Büro, Teiledienst und deine eigene Verwaltungszeit sind echte Kosten, aber sie erzeugen keine verrechenbaren Stunden. Sie gehören in die Gemeinkosten, sonst zählst du Köpfe mit, deren Zeit nie auf einer Rechnung landet.
Gemeinkosten: alles, was läuft, wenn keiner schraubt
Gemeinkosten sind die Kosten, die auch dann anfallen, wenn keine Hebebühne belegt ist. Die zuverlässigste Quelle dafür ist nicht dein Gedächtnis, sondern die Auswertung eines vollen Geschäftsjahres – nimm die Jahressumme, nicht einen Monat mal zwölf.
- Miete oder Pacht, bei eigener Immobilie eine kalkulatorische Miete
- Energie, Wasser, Heizung, Druckluft
- Abschreibung und wiederkehrende Prüfung von Hebebühnen, Maschinen und Werkstattausrüstung
- Werkzeug, Spezialwerkzeug, Verschleiß und Ersatz
- Diagnosetechnik, Softwarelizenzen, Herstellerportale, Datenbank-Abos
- Versicherungen: Betriebshaftpflicht, Inhalt, Elektronik, Rechtsschutz
- Entsorgung von Altöl, Reifen, Filtern und Gefahrstoffen
- Fortbildung, Zertifizierungen, Qualifikation für Hochvolt-Arbeiten
- Verwaltung, Steuerberatung, Bankkosten, Beiträge, Marketing
- Löhne der nicht produktiven Mitarbeitenden
- Werkstattwagen, Hol- und Bringdienst, Ersatzfahrzeuge
Zwei Fehler treten dabei am häufigsten auf: Positionen, die niemandem einfallen, weil sie nur einmal im Jahr abgebucht werden – und Positionen, die doppelt drinstehen, weil die Personalnebenkosten schon oben im Lohnzuschlag steckten. Geh die Kontenliste einmal ganz durch, statt sie aus dem Kopf zu bauen.
Gewinn: Kostendeckung ist noch kein Preis
Der kostendeckende Satz ist die Untergrenze, an der dein Betrieb bei null herauskommt – unter der Annahme, dass alles so läuft wie geplant. Genau das tut es nie. Der Zuschlag ist deshalb kein Aufschlag auf einen fertigen Preis, sondern der Teil der Kalkulation, der die Abweichung bezahlt.
Aus ihm kommen: die nächste Hebebühne und das nächste Diagnosegerät, Nacharbeit und Kulanz, Forderungsausfälle, Monate mit dünner Auslastung, Zinsen auf gebundenes Kapital, Rücklagen und Steuern. Führst du einen Einzelbetrieb, gehört auch dein eigener Unternehmerlohn hierher – falls du ihn nicht schon in den Gemeinkosten angesetzt hast. Angesetzt gehört er genau einmal.
Und er ist das Erste, was verschwindet: Jeder Nachlass, jede unverrechnete halbe Stunde und jede Kulanzreparatur geht vom Zuschlag ab, nie von den Kosten. Ein Satz ohne Zuschlag hat deshalb keinen Puffer, sondern ein Loch – es wird nur erst im Jahresergebnis sichtbar.
Ein Satz reicht selten: Mechanik, Karosserie, Diagnose, Reifen
Ein einziger Satz für den ganzen Betrieb unterstellt, dass jede Arbeitsstunde dieselben Kosten verursacht. Das tut sie nicht – Arbeitsplätze binden unterschiedlich viel Kapital und verlangen unterschiedliche Qualifikation.
- Mechanik ist meist die Basis, und die Struktur, auf die dieser Rechner voreingestellt ist.
- Karosserie und Lack binden Richtbank, Kabine, Absaugung und Trocknung, dazu kommen Umweltauflagen und Materialkosten. Kalkulationssysteme und Versicherer fragen diese Sätze in der Regel ohnehin getrennt ab, das Lackmaterial meist noch einmal separat.
- Diagnose kostet Gerät, Lizenzen, Herstellerzugang und den Kopf, der beides bedienen kann – und lässt sich schlecht parallel zu anderer Arbeit fahren.
- Reifen laufen andersherum: geringere Qualifikation, harte Saisonspitzen, dafür die Einlagerung als eigene Leistung mit eigenem Entgelt.
Der Weg dahin ist derselbe Rechner, mehrfach ausgeführt: pro Bereich mit dessen Mitarbeitenden, dessen produktiven Stunden und dem Anteil der Gemeinkosten, der auf ihn entfällt. Als Schlüssel taugen Fläche, Gerätewert oder Kopfzahl – Hauptsache, du verteilst die Gemeinkosten vollständig und keine Position zweimal.
Marktband: wann du bewusst darüber oder darunter liegst
Das Band, das der Rechner neben dein Ergebnis stellt, ist eine Orientierung, kein Ziel. Es sagt dir, wo dein Satz im Vergleich steht – nicht, wo er hingehört.
Bewusst darüber liegst du, wenn du etwas lieferst, das den Abstand erklärt: Spezialisierung auf eine Marke oder eine Technik, Qualifikation für Hochvolt-Arbeiten, Oldtimer, kurze Termine, Hol- und Bringdienst, Ersatzfahrzeug, verlängerte Garantie. Der Grund gehört dann auch nach außen – ins Gespräch, auf die Website, auf die Rechnung.
Darunter liegst du nur bewusst und befristet: beim Start, beim Aufbau eines Kundenstamms, beim Füllen einer bekannten Lücke. Dauerhaft unter dem eigenen kostendeckenden Satz zu arbeiten ist keine Preisstrategie, sondern eine Frage der Zeit.
Und vergleiche nur, was vergleichbar ist: netto gegen netto, und mit Blick darauf, welche Zeitvorgaben hinter der Stunde stehen. Ein niedrigerer Satz auf großzügigere Vorgabezeiten ergibt am Ende die teurere Rechnung.
Wie oft du neu rechnest – und wie eine Erhöhung ankommt
Einmal im Jahr, wenn die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres vorliegen – das ist der feste Termin. Dazwischen rechnest du anlassbezogen neu: nach einer Lohnerhöhung oder einem Tarifabschluss, bei neuer Miete, bei spürbar anderen Energiekosten, nach einer größeren Investition, bei Zu- oder Abgang produktiver Mitarbeitender. Den Produktivitätsgrad kannst du häufiger nachhalten, die Zeiterfassung liefert ihn jeden Monat.
Kommt eine Erhöhung heraus, hilft ein geordneter Ablauf mehr als eine gute Begründung:
- Termin festlegen und vorher ankündigen, nicht beim Abholen erwähnen
- Angebote und Kostenvoranschläge, die schon draußen sind, zum alten Satz abwickeln
- Stamm- und Flottenkunden zuerst und persönlich informieren
- Prüfen, was in laufenden Vereinbarungen zu Preisänderungen vereinbart ist
- Preisaushang, Website und Vorlagen am selben Tag umstellen
Kleine Schritte in kurzem Abstand lassen sich leichter erklären als ein Sprung nach Jahren des Stillstands. Und ein Satz, den du hergeleitet hast, lässt sich im Gespräch ruhig vertreten – du weißt, woraus er besteht.
Häufige Fragen zum Stundenverrechnungssatz
Was ist der Stundenverrechnungssatz genau?
Es ist der Preis einer verrechenbaren Arbeitsstunde – nicht der Lohn, den Deine Mitarbeitenden bekommen, und auch nicht deren reine Kosten. Er enthält die Personalkosten der produktiven Mitarbeitenden, die anteiligen Gemeinkosten des Betriebs und den Zuschlag für Gewinn und Wagnis. Kalkuliert wird er netto; die Umsatzsteuer kommt erst auf der Rechnung dazu.
Wie berechnet man ihn?
In zwei Schritten. Zuerst teilst du Personalkosten plus Gemeinkosten eines Jahres durch die produktiven Stunden desselben Jahres – das ergibt den kostendeckenden Satz. Dann rechnest du den Zuschlag für Gewinn und Wagnis darauf; das Ergebnis ist der Verrechnungssatz netto. Beides macht der Rechner oben, sobald deine Zahlen in den Feldern stehen.
Welchen Produktivitätsgrad soll ich eintragen?
Am besten deinen eigenen: die verrechneten Stunden der letzten zwölf Monate geteilt durch die bezahlten Anwesenheitsstunden deiner produktiven Mitarbeitenden. Nur wenn du diese Zahlen nicht hast, arbeite mit dem Startwert im Feld. Werte nahe hundert Prozent beschreiben keinen realen Betrieb – sie senken den errechneten Satz, und die Lücke taucht erst im Jahresergebnis auf.
Mein Ergebnis liegt unter den Preisen in meiner Umgebung. Habe ich falsch gerechnet?
Meistens nicht falsch, sondern unvollständig. Prüf in dieser Reihenfolge: Sind alle Gemeinkosten drin, auch die nur einmal jährlich abgebuchten? Steht der Produktivitätsgrad auf einem gemessenen Wert? Sind nur produktive Mitarbeitende im Nenner? Ist ein Unternehmerlohn angesetzt? Bleibt der Abstand danach, ist er eine Preisfrage – der kostendeckende Satz ist die Untergrenze, nicht der Marktpreis.
Netto oder brutto – welche Zahl nenne ich der Kundschaft?
Kalkuliert wird immer netto: Die Umsatzsteuer ist ein durchlaufender Posten und hat im Kostensatz nichts verloren. Welche Zahl du nennst, hängt vom Gegenüber ab – Privatkunden interessiert der Betrag, den sie am Ende zahlen, im Gewerbe- und Flottengeschäft ist der Nettosatz die übliche Größe. Der Rechner zeigt dir beide.
Was kostet mich eine Werkstattstunde – und was ist der Unterschied zum Verrechnungssatz?
Die Kosten je Stunde sind der kostendeckende Satz: alle Personal- und Gemeinkosten eines Jahres, geteilt durch die produktiven Stunden desselben Jahres. Der Stundenverrechnungssatz ist der Preis, den du dafür nimmst – kostendeckender Satz plus Zuschlag für Gewinn und Wagnis. Der Rechner zeigt beide untereinander, damit du siehst, wie viel von der Stunde Kosten sind und wie viel übrig bleibt.
Brauchen Karosserie, Lack, Diagnose und Reifen eigene Sätze?
In der Regel ja, sobald diese Bereiche eigene Arbeitsplätze und eigene Geräte binden. Eine Richtbank, eine Lackierkabine oder ein Herstellerzugang für die Diagnose kosten anders als eine Hebebühne, und Versicherer und Kalkulationssysteme fragen Karosserie und Lack ohnehin getrennt ab. Der Weg dahin ist derselbe Rechner, einmal je Bereich: mit dessen produktiven Mitarbeitenden, dessen Stunden und dem Anteil der Gemeinkosten, der auf ihn entfällt.
Zähle ich meine eigenen Stunden als Inhaber:in mit?
Nur die, die du tatsächlich am Fahrzeug stehst, und nur mit diesem Anteil. Schraubst du halbtags mit, gehört eine halbe produktive Arbeitskraft in die Rechnung – die andere Hälfte ist Verwaltung und gehört in die Gemeinkosten. Dein Unternehmerlohn gehört genau einmal in die Kalkulation: entweder in die Gemeinkosten oder in den Zuschlag, nicht in beides.
Was hat der Satz mit Arbeitswerten und Vorgabezeiten zu tun?
Der Satz ist der Preis der Stunde, der Arbeitswert ist die Zeit, die eine Arbeit kosten darf. Auf der Rechnung stehen beide: Vorgabezeit mal Satz. Deshalb sagt ein Satzvergleich allein wenig – wer knapper kalkulierte Vorgabezeiten ansetzt, verdient beim gleichen Satz weniger. Prüf beide Größen zusammen, wenn du dich mit anderen Betrieben vergleichst.
Aus dem Ratgeber
- Diagnose abrechnen, statt sie zu verschenken
- Den Stundensatz erhöhen
- Pauschale oder nach Aufwand abrechnen
Mehr zum Werkstattsystem
Das Ergebnis ist eine Kalkulationsgrundlage, keine Preisempfehlung. Was du am Markt durchsetzen kannst, hängt an Standort, Spezialisierung und Auslastung – die Rechnung sagt dir nur, ab wo es sich lohnt.
Weiter geht es dort, wo aus dem Satz Geld wird: Die Faktura rechnet erfasste Zeiten mit diesem Satz in Rechnungspositionen um. Wie sie bei der Kundschaft ankommen, entscheidet die E-Rechnung. Was die Software dafür kostet, steht auf der Preisseite.
Wie du den Satz auf der Rechnung sauber darstellst und welche Positionen daneben gehören, steht im Ratgeber zu den Pflichtangaben. Wenn eine Versicherung deinen Satz kürzt, hilft die Einordnung unter Direktabrechnung mit der Versicherung.